Schweißdrüsenabsaugung im Achselbereich (Axilläre Suktionskürettage)
Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden an vermehrtem Schwitzen (Hyperhidrosis), meist im Bereich der Achseln. Dieses Schwitzen ist unabhängig von Klima oder körperlicher Betätigung. Mit dem neuen Verfahren des Absaugens der Schweißdrüsen lässt sich das Problem dauerhaft beseitigen.
Eingriff
Der minimal invasive Eingriff dauert insgesamt ca. 45 Minuten und wird ambulant in örtlicher Betäubung (Tumeszenz-Lokalanästhesie) durchgeführt. Die Schweißdrüsen werden über zwei winzige Schnitte in der Achselhöhle mit einer Spezialkanüle abgesaugt. Anschließend wird ein Kompressionsverband für 2 Tage und danach ein angepasstes Kompressionsmieder für 2 Wochen getragen.
Ergebnis
Die Achselhöhle ist nach der Operation „trocken“, die entfernten Schweißdrüsen können nicht nachwachsen. Da die axillären Schweißdrüsen nur einen kleinen Teil der Gesamtschweißsekretion des Körpers einnehmen, ist Ihre Entfernung ohne Bedeutung für die Körpertemperatur. Einige wenige Schweißdrüsen überstehen den Eingriff und sorgen für ein normales Schwitzen bei Sport oder Sauna.
In etwa 5 bis 7 Prozent der Fälle tritt nach einigen Wochen doch wieder eine
allerdings stark verminderte Schweißsekretion auf. Sollte dies noch immer störend sein, ist ein zweiter Eingriff notwendig, der auch noch die übrig gebliebenen Schweißdrüsen entfernt.
Nebenwirkungen
In den Tagen nach der Operation bestehen noch leichte Schmerzen, die aber mit Paracetamol Tabletten gut zu beseitigen sind. In diesem Zeitraum können Blutergüsse, Schwellungen und Verhärtungen in den Achselhöhlen auftreten, die sich in der Regel allein wieder zurückbilden.
Oft besteht ein Taubheitsgefühl im operierten Bereich, welches langsam verschwindet. Da die Schweißdrüsen direkt unter der Lederhaut sitzen, wird die Hautunterseite mit dem scharfen Teil der Absaugsonde regelrecht abgekratzt. Durch dieses Vorgehen kann es selten zu kleinen Verletzungen der Haut mit Krustenbildung oder unter Umständen auch Gewebeuntergang kommen. Dies heilt aber wieder von allein. Wundheilungsstörungen oder unerwünschte Narbenbildungen treten nur selten auf.
Zur Vorbeugung einer Wundinfektion erhalten Sie für 5 Tage ein Antibiotikum.
Im Normalfall können Sie nach 2-3 Tagen wieder voll arbeiten. Körperlich anstrengende Tätigkeiten können ca. 2 Wochen eingeschränkt sein.
Kosten Für den gesamten Eingriff einschließlich Kompressionsmieder berechnen wir 1350,- Euro. Soweit uns bekannt ist, werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen.